hosted by: www.uboot.com   www.uboot.com  
webEngine
user status:  user status 
 
 offline  visits: 209.988  

webEngine » blog » Leidenschaft


     
22.06.2008 18:52

Leidenschaft







Es war ein Polizist in Uniform, der Adriennes Aufmerksamkeit fesselte. Und in ihrer Fantasie wurde er und nicht ihr Ehemann zu einem Partner, den sie zufällig in einer Bar kennen lernte und mit dem sie leidenschaftliche Stunden verbrachte.
(Bild  vergrössern)



Während Männerfantasien visuell geprägt sind und den Akt an sich zum Thema haben, sind die Fantasien der Frauen wesentlich bunter, sinnlicher.



(Bild  vergrössern)



Die meisten Frauen würden wohl eher dankend ablehnen, wenn sich ihnen die Gelegenheit böte, ihre Vorstellungen wahr werden zu lassen.

Für ihre Ehe war diese aufregende Vorstellung wahrscheinlich ungefährlich, meint Wendy Maltz, Therapeutin und Buchautorin: «Sexuelle Fantasien führen nicht unbedingt zur Untreue. Das Wichtigste ist allerdings, dass eine Frau ihre sexuellen Fantasien einordnen kann.» Adrienne wusste genau, dass der Mann in Uniform ausschließlich in ihre Fantasie gehörte: «Die Vorstellung war aufregend, aber mehr auch nicht. Ich bin nicht auf der Suche nach jemanden, mit dem ich meinen Mann betrügen kann.»

Frauenfantasien sind sehr sinnlich

Fantasien in Hülle und Fülle: Von Männern weiß man es, aber genauso ergeht es Frauen. Fast alle Frauen haben sie, sagt Wendy Maltz: über ihre Partner, aber auch über Fremde oder einen Star. Bei einer Studie der Universität in Vermont erklärten acht von zehn befragten Frauen, in den vergangenen zwei Monaten sexuelle Fantasien gehabt zu haben, in denen die Hauptrolle jemand anderes als ihr Ehemann spielte.

Während Männerfantasien visuell geprägt sind und den Akt an sich zum Thema haben, sind die Fantasien der Frauen wesentlich bunter, sinnlicher. «Darin können selbst die Satinbettwäsche und der Duft der Kerzen eine Rolle spielen. Auch das Erfinden einer ganzen Szenensequenz kann dazu gehören», sagt Wendy Maltz. Sie unterscheidet sechs Rollen, die Frauen in ihren Fantasien übernehmen. Am häufigsten sind sie «die schöne Jungfrau», die von einem charismatischen Mann auf Händen ins Reich der Lust getragen wird. Eine «wilde Frau» zu sein, malen sich überwiegend jüngere Frauen aus, die gern eine sehr aktive Rolle beim Sex übernehmen. Ist eine Frau in ihrer Fantasie die «Herzensgeliebte», so ist für sie Sex sehr eng mit seelischer Liebe verknüpft.

Die verbleibenden drei Rollen werden weniger häufig besetzt: «die Voyeuristin», «das Opfer» und die «Domina». Speziell die letzten beiden Fantasien können ein Zeichen dafür sein, dass unverarbeitete Gefühle aus frühren negativen Erfahrungen die Fantasie beeinflussen.

Fantasie ist nicht gleich Wirklichkeit
Die sexuellen Fantasien von Melissa, glücklich verheiratet, drehen sich um die lustvollen Erfahrungen, die sie mit ihren Exfreunden gemacht hat. Dennoch würde es ihr nicht in den Sinn kommen, diese Fantasien in die Realität umzusetzen. Tatsächlich würden die meisten Frauen wohl eher dankend ablehnen, wenn sich ihnen die Gelegenheit böte, ihre Vorstellungen wahr werden zu lassen. Zudem berichtet Wendy Maltz, dass viele Frauen, die diesen Sprung gewagt haben, diese Erfahrung eher als enttäuschend empfunden haben: «In ihrer Fantasie kontrolliert eine Frau die Situation völlig: Sie kann das Verhalten ihres Liebhabers, das Umfeld und das Ergebnis bestimmen – was in der Realität unmöglich ist.»

Falsch sei auch zu glauben, dass eine Beziehung nicht glücklich sein kann, wenn die Partner sexuelle Fantasien haben. «Will man eine Beziehung bewerten», so Wendy Maltz, «dann sollten nicht Fantasien, sondern Kriterien wie Kommunikation, Respekt, Fürsorglichkeit und Gemeinsamkeiten die wichtigsten Faktoren sein.»











1 kommentare   0 trackbacks