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webEngine » blog » 2. Gehärtete Fette


     
10.09.2007 13:36

Über die biochemischen Kampfstoffe der Lebensmittelindustrie II


2. Kampfstoff
Transfette




"Im menschlichen Stoffwechsel verhalten sich die Transfette wie pures Gift," erklärt Walter Willett, der Leiter der Harvard-Untersuchungen.

http://ilias.vhs21.ac.at/2bw/physik/warm/Transfette.htm






Wenn pflanzliches Öl teilweise hydrogeniert wird, wird es weniger ölig und ist länger haltbar. Diese Qualitäten sind es, aufgrund derer hydrogeniertes Öl die Nummer eins für Restaurants und Imbissbuden geworden ist. Der Nachteil: Das Hydrieren produziert auch Transfettsäuren.

Transfettsäuren sind überall in unserer Ernährung zu finden.
Tiefkühlkost, Margarine, Backwaren und Snacks sind die größten Quellen dieser Fette. Da sich immer mehr Menschen der Gefahr durch diese Fette bewusst werden, ist die amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) aktiv geworden und hat neue Regeln für die Kennzeichnung der Verpackungen aufgestellt. Sind weniger als 0,5 Gramm Transfettsäuren enthalten, so enthält das Produkt keine Transfettsäuren. Aber Vorsicht: Wenn Sie dann scheinbar gesunde Kräcker kaufen, die laut Verpackung 0 Gramm Transfettsäuren enthalten, können sie mit drei Portionen schon über ein Gramm Transfettsäuren zu sich nehmen.

Forscher aus Kopenhagen hatten in der Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" Pommes Frites und Chicken Wings aus McDonald's-Restaurants miteinander verglichen. In New York, Johannesburg und London enthielten die Speisen weitaus mehr Transfette als etwa in Wien. Bei der Schnellimbisskette Kentucky Fried Chicken erreichten Nahrungsmittel aus Osteuropa, Peru und Südafrika besonders hohe Werte. Bereits seit 2004 sind in Dänemark Transfette verboten.

Alarmierende Ergebnisse
Gehärtete Öle sind billig, werden nicht ranzig und müssen beim Frittieren seltener getauscht werden. Für die Lebensmittelindustrie haben diese Fette also viele Vorteile.
Im menschlichen Stoffwechsel würden sich die Transfette aber wie pures Gift verhalten, erklärt Walter Willett, der Leiter der Harvard-Untersuchungen.

In den vergangenen Jahren befassten sich zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten mit der Rolle der Transfette bei der Entstehung von Diabetes, Krebs, Allergien oder mit störenden Einflüssen auf die frühkindliche Entwicklung im Mutterleib.

Tierversuche
In Tierversuchen zeigten sich die negativen Folgen einer an Transfetten reichen Ernährung besonders deutlich. Lotta Granholm, Professorin für Neurowissenschaft an der Charleston Southern University, South Carolina, fütterte eine Gruppe von Ratten mit einer erhöhten Dosis Transfett-Säuren, eine andere Gruppe erhielt ungehärtetes Sojaöl. Der Unterschied war enorm, berichtet Granholm im Gespräch mit "profil".

Es stellte sich heraus, dass die Transfett-Gruppe an einer systemischen Entzündung im ganzen Körper litt, die auch die Gehirnzellen erfasst hatte.

Die Ergebnisse seien, laut Granholm, zwar nicht eins zu eins auf den Menschen zu übertragen. Es sei aber bekannt, dass Entzündungen bei Arteriosklerose und Diabetes bis hin zu Alzheimer eine Schlüsselrolle spielten.

Wissenschaftlich bewiesen
Beim Menschen ist bisher nur der Zusammenhang zwischen Transfetten und Herz- und Gefäßkrankheiten wissenschaftlich eindeutig bewiesen. Der Humanbiologe Ronald Mensink von der Universität Maastricht formulierte, laut "profil", die Kernaussage in einer kürzlich erschienenen Übersichtsarbeit so: "Die Eliminierung von Transfett-Säuren aus der Nahrung und ihr Ersatz durch nicht gehärtete Pflanzenöle ist die effektivste Einzelmaßnahme, die man treffen kann, um die Blutfettwerte zu verbessern und das Risiko von Herzkrankheiten zu minimieren."




















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